IM_MOBILITIES

 

Vernissage 09.06.2017 / 19 Uhr Dauer 10. - 30.06.2017

Eine Gruppenausstellung mit Arbeiten von Rheim Alkadhi, Bambitchell, Stephanie Comilang, Simon Faithfull, Gary Kibbins, Marie-Eve Levasseur, Joana Moll & Cédric Parizot, Rabih Mroué, Raqs Media Collective, Chulayarnnon Siriphol und Tobaron Waxman.

Kuratiert von Juana Awad, Julia Eckert und Nada Schroer.

In einer globalisierten Welt, in der Güter, Menschen und Daten in ständiger Bewegung begriffen sind, ist Mobilität zum Paradigma zeitgenössischer Lebens-, Arbeits- und Wirtschaftsformen geworden. In den Sozialwissenschaften wird der damit einhergehende Einfluss des gesellschaftlichen Wandels auf das Subjekt mit verschiedenen Begriffen umschrieben, so beispielsweise mit den Konzepten des „nomadischen Subjekts“ (R. Braidotti) oder des “flexiblen Menschen” (R. Sennett). Diese Flexibilität setzt jedoch in den meisten Fällen eine privilegierte Position voraus, die zum Beispiel internationale Bewegungsfreiheit sowie die Möglichkeit der Nutzung funktionierender Infrastrukturen und sicherer Transportwege impliziert. Davon ausgeschlossen, vollziehen sich Bewegungen, Ortswechsel und Austausch der Nicht-Privilegierten im Raum oder am Rande der Illegalität.


Welche Zusammenhänge, Spannungsverhältnisse und Widersprüche bestehen zwischen Kategorisierungen, Praktiken und Politiken von Mobilitätsformen, territorialen Grenzregimen und Vorstellungen von Raum und Identität? Mit Arbeiten von Rheim Alkadhi, Bambitchell, Stephanie Comilang, Simon Faithfull, Gary Kibbins, Marie-Eve Levasseur, Joana Moll & Cédric Parizot, Rabih Mroué, Raqs Media Collective, Chulayarnnon Siriphol und Tobaron Waxman sowie einer Auswahl wissenschaftlicher Beiträgen versammelt die Ausstellung unterschiedliche Positionen, welche die sichtbaren sowie unsichtbaren Strukturen der (Im-)Mobilität sowie die Auswirkungen auf Subjekt und Gesellschaft befragen.


Dauer der Ausstellung: 10. - 30. Juni

Öffnungszeiten: Fr + Sa 17 – 21 Uhr, So 14 – 18 Uhr



Ausgewählte Positionen:

Rheim Alkadhi

Rheim Alkadhi arbeitet mit visuellen Medien, Körper und Text. Ausgangspunkt ihrer Arbeiten ist meist der Ort ihres geografischen Aufenthaltes, an dem sie intimes, soziales und selbst-reflexives Wissen sammelt. Ihre Arbeiten eröffnen auf sehr poetische Weise vielschichtige Perspektiven auf Grenzen, Migration, Gender und Intimität und veranlassen dazu, Sehgewohnheiten zu hinterfragen. Sie erhielt zahlreiche Stipendien, unter anderem von der Townhouse Gallery in Kairo (2009) und von der Akademie Schloss Solitude in Stuttgart (2015). Ihre Arbeiten waren unter anderem auf der Shanghai Biennale (2016), der Sharjah Biennale (2015), im New Museum in New York (2014), auf der dOCUMENTA (13) (2012) in Kassel und der Cairo Bienniale (2010) zu sehen.


Raqs Media Collective

Raqs Media Collective wurde 1992 von Jeebesh Bagchi, Monica Narula und Shuddhabrata Sengupta in Neu-Delhi gegründet. Sie arbeiten an der Schnittstelle von Kunst, kuratorischer Praxis, Theorie und Kulturkritik und sind Mitbegründer der Forschungsplattform Sarai. Einzelausstellungen des Kollektivs wurden im Museo Universitario Arte Contemporáneo in Mexiko City (2015), in der Fundación PROA in Buenos Aires (2015) und im Laumeier Sculpture Park in Saint Louis (2016) gezeigt. Ihre Arbeiten waren in zahlreichen Gruppenausstellungen zu sehen, unter anderem auf der Venedig Biennale (2015) und der Gwangju Biennale (2016). Zuletzt kuratierten sie die 11. Shanghai Biennale (2016).


Tobaron Waxman

Tobaron Waxman ist Künstler, Kurator und Gründer der Intergenerational LGBT Artist Residency in Canada. In seinen multimedialen, queeren Performances befragt er Kategorien wie Gender, Körper und Identität und setzt sich mit den moralischen and ethischen Implikationen von Nationalität und deren Auswirkungen auf das Subjekt auseinander. Waxman performte unter anderem auf dem Kampnagel Festival in Hamburg, im Gorki Theater Berlin, auf dem Donau Festival Österreich, im Kulturlabor ICI, Berlin und im New Museum. Seine Videos waren beim Mix NYC, im MoCCA Seattle, beim Frameline San Francisco, in der Kunsthalle Wien und beim Mix Brasil zu sehen.


Zusatztermine:

10. Juni

16 Uhr

Rundgang durch die Ausstellung mit den Kuratorinnen


29. Juni

18 Uhr

Gespräch mit beteiligten KünstlerInnen


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