Meist
wird man aus der sogenannten BlueScreen Fehlermeldung, einmal auf dem
Computerbildschirm aufgetaucht als User nicht schlau. Was bleibt, ist
die Gewissheit, dass alles was nicht gespeichert wurde nun nicht mehr
existent ist und nur ein wiederholter Start des Programms einziges Mittel
und eben Neubeginn sein wird. BlueScreen als Namensgeber für die
ab April startende Performance-Reihe zu nutzen, zieht aus diesem Nicht-Schlau- Werden, aus diesem materialisierten Gefüge von Undefinierbaren und Nicht-Greifbahren ihren Bedeutungsgrund. Der BlueScreen als performativer Display einer permanenten Verwerfung von Definierten und somit von Sicherheit. In der Performance-Reihe BlueScreen wird es in der Folge auch nicht um eine versuchte Definition gehen, sondern vielmehr um das Aufzeigen von Heterogenität. Der Begriff "Performance Art" wird im kunsthistorischen und theaterwissenschaftlichen Diskurs für künstlerische Aktionsformen verwendet, die abweichend von Theateraufführungen - keine schriftlich fixierten Dialoge aufweist. An die Stelle von dialogorientierter Aktion und Bühnenregie des Schauspiels treten Alltagshandlungen mit, zwischen oder vor Publikum. Realisiert werden die Aktionen sowohl in alltäglicher Umgebung in Außen- oder Innenräumen als auch in Kunst- und Aufführungskontexten. Schlussendlich dient die Reihe auch als mentale Vorbereitung von Publikum auf das Performance-Festival Blauverschiebung angedacht, bei dem Mitte September wieder geballt das vermeintliche Wissen um diese Kunstform auf Null gefahren wird, um bis zum nächsten Putsch zu bestehen. |